Spassfliegen im Siebengebirge – Folge 2 – DANDY 1968

Spassfliegen beim MFG Siebengebirge – Folge 2 – DANDY

Immer wieder stellen sich Besucher dieser Website die Frage, wie und wann macht der das? Unkenrufen zu Folge, soll er bereits morgens um fünf Uhr aktiv sein.

Falsch – es ist ganz einfach: Der Tag hat wie für jeden 24 Stunden. Die muss man nur sinnvoll nutzen und nicht verschwenden. Jede Sekunde ist kostbar und es hat auch noch keiner geschafft, die Zeit aufzuhalten oder zurück zu holen.

Fernsehen gibt es nicht, GEZ-Gebühren werden trotzdem gezahlt, und ein Smartphone gibt es auch nicht. Schreisendungen, Bimmeln und Klingen wird anderen überlassen. Updaten ist nicht nötig. Whatsapp, Facebo0k, Instagram bleiben außen vor. Die Wetter-App ist überflüssig, der Blick aus dem Fenster reicht. Das Navi ist die gute alte analoge Straßenkarte und das eigene Orientierungsvermögen, notfalls der Sonnenstand.

Das hält jung und frisch. Es lässt sich trotz der digitalen vermeintlichen Errungenschaften leben und nicht einmal schlecht. Zwischen den Ohren sind mehr als die beiden Zellen Null und Eins, die Bekannten aus der digitalen Welt; hier wird noch analog, klassisch, vielleicht sogar antik geschaltet, gerechnet, überlegt, gedacht, gemeint, entschieden, verantwortet und geätzt – macht aber nichts.

Die Freude am Leben reicht. Spass, Lebensfreude, Kreativität, Fantansie sind der Motor.

Und es gibt offensichtlich noch andere, die nicht ständig nach Neuem schreien, sich am Ich, Ich, Ich ergötzen, fast ersticken und meinen, an der Lebensolympiade teilnehmen zu müssen, um sich zu beweisen und zu zeigen, dass sie die Nase vorne haben. Schön, dass es das noch, hoffentlich noch lange gibt.

Es ist 21.00 Uhr und ich schließe einen schönen Tag mit dem Erstflug meiner Ju 52, der Tante Ju [Beitrag 29.07.2022] ab. Das Video dazu gibt es als bald hier auf der Website der Montagsflieger.

Montagsflieger Georg


1956 Graupner Kadett Retro Nachbau

1956 Graupner Kadett Retro Nachbau

Vögel im Käfig sprechen vom Fliegen. Freie Vögel fliegen – aus China

Ein paar Erinnerungen, ein Entschluß, ein Bauplan, Balsa- und Sperrholz, ein paar Klein- und Elektronikteile aus der Bastelkiste, Zeit, Muße und der Kadett ist fertig – aus eigener Hand von Montagsflieger Bernd geschaffen – er schreibt:

Screenshot 19
Screenshot 20
Screenshot 21

Der Vogel entspricht zu ca. 90% dem Ur- Graupner- Kadett. Grundlage ist der Baukasten der Fa. Aeroplan aus Weilerswist. Zu den Modifikationen:

  • Die V- Form des Flügels wurde halbiert, um ein ruhigeres Flugverhalten zu erreichen. Mit der Original- V- Form wäre eine starke Tendenz zum Aufschaukeln beim Seitenrudereinsatz zu befürchten gewesen.
  • Die Endleiste des Höhenleitwerks wurde auf 25mm Tiefe verbreitert (die Rippen an der Hinterkante dementsprechend um 5mm gekürzt). Nach dem Bespannen und Spannlackieren wurde das Ruder abgeschnitten, so dass eine 5mm breite Abschlußleiste an der Höhenflosse verblieb. Die Abschlußkante habe ich mit dünnflüssigem Sekundenkleber versiegelt, das Höhenruder spitz angeschliffen und mit Tesafilm befestigt. Die Höhenruderausschläge betragen +/- 5mm.
  • Das Seitenleitwerk wurde n der höchsten Stelle getrennt, das ursprüngliche Trimmruder ist für eine vernünftige Steuerung zu klein. Die Ausschläge betragen +/- 20mm.
  • Um einen originalen Zustand zumindest von der Draufsicht zu gewährleisten, habe ich eine Zugangsklappe an der Rumpfunterseite geschaffen, um ungehindert an die RC- Komponenten heranzukommen und den Accuwechsel zu vereinfachen. Die Klappe geht vom Fahrwerksspant bis auf Höhe der Flügelhinterkante. Zur Verhinderung einer Sollbruchstelle im Vorderrumpfbereich habe ich zusätzlich noch ein waagerechtes Balsabrettchen unterhalb der Seitenscheiben vom Fahrwerksspant bis zum Mittelspant unter dem Flügel eingeklebt.
  • Für den Antrieb musste ein bei mir noch vorhandener Original „Taifun- Hobby“ auf Teile seines Innenlebens verzichten. Ich entfernte Kolben, Pleuel, Kurbelwelle und Gehäuseabschlußplatte. Ein befreundeter Modellbauer mit dem richtigen Maschinenpark fräste einen Kugellagersitz für ein Kugellager mit 10mm Aussendurchmesser und 3mm Innendurchmesser in die vordere Kurbelwellenlagerung. Den Part der Kurbelwelle übernimmt ein 3mm Federstahldraht, der über ein Kupplungsstück mit dem Elektromotor verbunden ist. Der E- Motor ist mit einem Adapterstück am hinteren Gehäuseabschluß angeflanscht.“

Schauen wir uns den Vogel in einem überarbeiteten Video an. Das Originalvideo, im September 2017 bei youtube im Kanal „Fliegender Koffer“ veröffentlicht, wurde bis heute (12.11.2021) 15.045 mal aufgerufen und angeschaut, 120 Besucher haben den Daumen nach oben „Mag ich“ gezeigt, einer hat den Daumen nach unten gegeben. Es gab neun Kommentare. Das freut uns Montagsflieger; wir danken unseren treuen und freundlichen Besuchern. Das Originalvideo enthält zum Modellflugplatz und zu einem Verein Texthinweise, die nicht gewünscht scheinen. Das Original ist daher offline.

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