1956 Graupner Kadett Retro Nachbau

Vögel im Käfig sprechen vom Fliegen. Freie Vögel fliegen – aus China

Ein paar Erinnerungen, ein Entschluß, ein Bauplan, Balsa- und Sperrholz, ein paar Klein- und Elektronikteile aus der Bastelkiste, Zeit, Muße und der Kadett ist fertig – aus eigener Hand von Montagsflieger Bernd geschaffen – er schreibt:

Der Vogel entspricht zu ca. 90% dem Ur- Graupner- Kadett. Grundlage ist der Baukasten der Fa. Aeroplan aus Weilerswist. Zu den Modifikationen:

  • Die V- Form des Flügels wurde halbiert, um ein ruhigeres Flugverhalten zu erreichen. Mit der Original- V- Form wäre eine starke Tendenz zum Aufschaukeln beim Seitenrudereinsatz zu befürchten gewesen.
  • Die Endleiste des Höhenleitwerks wurde auf 25mm Tiefe verbreitert (die Rippen an der Hinterkante dementsprechend um 5mm gekürzt). Nach dem Bespannen und Spannlackieren wurde das Ruder abgeschnitten, so dass eine 5mm breite Abschlußleiste an der Höhenflosse verblieb. Die Abschlußkante habe ich mit dünnflüssigem Sekundenkleber versiegelt, das Höhenruder spitz angeschliffen und mit Tesafilm befestigt. Die Höhenruderausschläge betragen +/- 5mm.
  • Das Seitenleitwerk wurde n der höchsten Stelle getrennt, das ursprüngliche Trimmruder ist für eine vernünftige Steuerung zu klein. Die Ausschläge betragen +/- 20mm.
  • Um einen originalen Zustand zumindest von der Draufsicht zu gewährleisten, habe ich eine Zugangsklappe an der Rumpfunterseite geschaffen, um ungehindert an die RC- Komponenten heranzukommen und den Accuwechsel zu vereinfachen. Die Klappe geht vom Fahrwerksspant bis auf Höhe der Flügelhinterkante. Zur Verhinderung einer Sollbruchstelle im Vorderrumpfbereich habe ich zusätzlich noch ein waagerechtes Balsabrettchen unterhalb der Seitenscheiben vom Fahrwerksspant bis zum Mittelspant unter dem Flügel eingeklebt.
  • Für den Antrieb musste ein bei mir noch vorhandener Original „Taifun- Hobby“ auf Teile seines Innenlebens verzichten. Ich entfernte Kolben, Pleuel, Kurbelwelle und Gehäuseabschlußplatte. Ein befreundeter Modellbauer mit dem richtigen Maschinenpark fräste einen Kugellagersitz für ein Kugellager mit 10mm Aussendurchmesser und 3mm Innendurchmesser in die vordere Kurbelwellenlagerung. Den Part der Kurbelwelle übernimmt ein 3mm Federstahldraht, der über ein Kupplungsstück mit dem Elektromotor verbunden ist. Der E- Motor ist mit einem Adapterstück am hinteren Gehäuseabschluß angeflanscht.“

Schauen wir uns den Vogel in einem überarbeiteten Video an. Das Originalvideo, im September 2017 bei youtube im Kanal „Fliegender Koffer“ veröffentlicht, wurde bis heute (12.11.2021) 15.045 mal aufgerufen und angeschaut, 120 Besucher haben den Daumen nach oben „Mag ich“ gezeigt, einer hat den Daumen nach unten gegeben. Es gab neun Kommentare. Das freut uns Montagsflieger; wir danken unseren treuen und freundlichen Besuchern. Das Originalvideo enthält zum Modellflugplatz und zu einem Verein Texthinweise, die nicht gewünscht scheinen. Das Original ist daher offline.

1956 Graupner Kadett Retro Nachbau

Graupner Digital TX14

1966

  • Neil Amstrong und David R. Scott sind die erste Besatzung der Gemini 8
  • Raumpatrouille Orion flimmert in den Schwarz-Weiß-Fernsehern
  • Auf den Straßen fahren Alfa Romeo Giulia
  • Bei der Fußballweltmeisterschaft in England fällt ein bis heute diskutiertes Tor
  • Graupner bietet als Neuheit den Fernsteuersender Graupner Digital TX14 zum Preis von 865,- DM an

Montagsflieger Robert sammelt mit viel Herzblut Sender aus der so genannten Retro-Zeit. Aus seiner Sammlung zeigt er uns eines seiner guten Stücke, mehr als fünzig Jahre alt, heute mindestens so wertvoll wie damals:

Roberts Graupner Digital TX14

1966 Neuheit Graupner Digital TX14
1966 Neuheit Graupner Digital TX 14