Carrera Kestrel Turmfalke Windenstart

Foto [Ausschnitt]: digicla – commons.wikimedia.org – Common Kestrels mating at Artis Zoo, Netherlands – CC BY 2.0

Das von Montagsflieger Dieter im März 2021 restaurierte Segelflugmodell Carrera Kestrel – Turmfalke – ging am vergangenen Montag, 31.05.2021 an den Haken der Flühs G23. Für Dieter erfüllte sich, mit der gebotenen Spannung, nach vielen Jahren ein Jugendtraum.

Carrera Kestrel Daten

  • Spannweite 3.800 mm
  • Länge 1.545 mm
  • Flächen Balsa/Styro
  • Rumpf Ferran
  • Funktionen HR, SR, QR, SK
  • Hersteller Carrera
  • Im Handel 1976
  • Nicht mehr im Vertrieb
Carrera Kestrel Turmfalke Windenstart Flühs Typ G23

Doku der Restaurierung

Carrera Kestrel – Restaurierung Doku Teil 3

Foto [Ausschnitt]: digicla – wikipedia – commons.wikimedia.org – Common Kestrels mating at Artis Zoo, Netherlands – CC BY 2.0

von Montagsflieger Dieter

Beide Flächenhälften liegen nach umfänglichen Schleifarbeiten bereit zum Bügeln. Dieses Mal wird mit einer Folie aus Fernost gebügelt und ich muss sagen, es geht, wenn man sich ein wenig eingearbeitet hat. Das Ergebnis ist für meine Ansprüche perfekt.

Die Haube (Foto #1 – Fotogalerie weiter unten) hat mich am meisten Arbeit gekostet, aber irgendwie ist sie nun passend. Da der Rumpf aus Ferran ist und dieser Werkstoff nahezu keinen Kleber zulässt, habe ich alle nötigen Teile im Rumpf geschraubt. Selbst Die Kupplung musste mit Schrauben befestigt werden.

Alle Kabel für die neuen Servos (Foto #3) sind verlötet und ein zentraler Flächenanschluß (Foto #2) ist eingebaut. Die Servos neuer Bauart haben nun ihren Platz im Rumpf und auch die Stromversorgung ist mit LiIo Zellen zeitgemäß.

Nach Montage der Flächen am Rumpf ist der Zusammenbau ohne Probleme erfolgt, nur 140 g Blei in der Nase und den Schwerpunkt ist auf 75 mm gelegt. Vor dem Erstflug habe ich die EWD auf 2  Grad eingestellt und durch das Pendelruder (Foto #4) ist beim Erstflug eine direkte Korrektur möglich. Das Seitenleitwerk ziert das Logo „Die Montagsflieger“ (Foto #5) und die Schutztaschen (Foto #6) für den sicheren Transport des guten alten Carrera Seglers sind gefertigt.

Was mir nicht gefällt ist das Spiel in der vor Jahrzehnten eingebauten Ausgleichsmechanik im Rumpf. Aber erst einmal fliegen und dann evtl. die Ruder im Rumpf direkt mit Servos anlenken.

Montagsflieger Robert wird sich auf seinen Erstflug mit meinem Jugendtraum freuen – das Modell ist restauriert und flugbereit. Auf den Erstflug und die weiteren Flüge sind wir Montagsflieger gespannt und warten auf die Augenweide am Himmel.

Carrera Kestrel – Restaurierung Doku Teil 2

Foto [Ausschnitt]: digicla – wikipedia – commons.wikimedia.org – Common Kestrels mating at Artis Zoo, Netherlands – CC BY 2.0

Von Montagsflieger Dieter

Heute schreibe ich über die Restaurierung der Flächen und Leitwerke meines Kestrel.

Alle Schäden habe ich begutachtet und inzwischen repariert. Die Störklappen gingen viel zu schwer. Sie sind nun gegen mit Servomotor elektrisch fahrende ausgetauscht. Die Schächte für die Aufnahme der Klappen habe ich dabei etwas weiter machen müssen, um evtl. später an die Klappen für Wartungs- bzw. Reperaturarbeiten zu kommen. Das Servo habe ich an den Ort des Antriebs der Querruder versetzt. Dabei war klar, da müssen Kabel zugeführt werden. Aus den Erfahrungen mehrerer Restaurierungen kam ein 3 mm Fräser zum Einsatz, um den Flügel vorsichtig zu öffnen. Mit einem so genannten Ballonfräser wurde dann unterhalb der 3 mm Öffnung ein Kabelkanal gefräst, so dass ein langer Strohhalm (Sangriahalm) das Kabel aufnehmen konnte.

Dann wurde alles wieder sorfältig mit Leisten und Harz geschlossen und gespachtelt. Zum Spachteln nehme ich Molto-Modellierspachtel. Dieser ist extrem leicht, härtet super aus und lässt sich gut schleifen. Es steht eine „Schleiforgie“ an , dabei Gehirn ausschalten und Fenster auf. Der Rumpf ist nun zum Ausrüsten fertig.

Von Winni in Porz habe ich einen anderen Rumpf bekommen, da der erste Rumpf ja mit Bauschaum, warum auch immer, im gesamten Mitteilteil zugeschäumt wurde. In dem jetzt verwendeten Rumpf ist die Höhenleitwerkwippe vollkommen intakt und der Umlenkausgleichshebel vollständig vorhanden. Mein Dank geht an Winni, der Rumpf ist o.k.

Es gibt nach wie vor das Problem der Haube. Ich finde partout keine, die halbwegs direkt brauchbar wäre.

Also werde ich zunächst versuchen, beide Hauben zu richten, um zumindest für einen Erstflug gerüstet zu sein.

Im nächsten Teil schreibe ich über die Ausrüstung des Kestrel.