Jugend – FunCub F-Schlepp

Montagsflieger Tim hat sein fliegerisches Spektrum um eine Disziplin erfolgreich erweitert: Pilot einer Maschine, hier seiner FunCub von Multiplex, beim Schleppen einer Ka8b von Parkzone. Blauer Himmel, grelles Sonnenlicht, für die Jahreszeit mild, auffrischender, böiger Wind – nicht gerade ideale Verhältnisse für das Erlernen einer neuen Modellflugdisziplin. Sorfältige Flugvorbereitung, Einweisung in den angestrebten Schleppablauf, etwas Nervosität, Mut und volle Konzentration, schon geht es im Team los: Die FunCub schleppt die Ka8b in die Höhe.

Jugendförderung F-Schlepp FunCub Multiplex Ka8b Parkzone

Jugendförderung mit 3G

Geflogen – Gedreht – Gefreut – unsere 3G an einem wunderschönen Sonntagnachmittag mit Gästen, zwei jungen Piloten, die auch einmal aufsteigen wollten und dies dann mit Hilfe im so genannten Lehrer-/Schülerbetrieb mit Bravour geschafft haben. Da haben alle Freude, die beiden Jungpiloten, deren sie begleitende Patentante und wir Montagsflieger. Geflogen sind vier, gedreht haben sich zwei und gelernt haben wieder alle dabei – mit Freude:

Jugendförderung 3G Geflogen Gedreht Gefreut

Maulen macht Spaß

Von Montagsflieger Tim – Jugendredaktion

Letzten Samstag war es endlich so weit, ich durfte die Maule von GB-Models im Lehrer-Schüler-Betrieb fliegen.

Es war ein großartiges Erlebnis. Vor dem Start war ich ganz nervös, weil ich noch nie so ein großes Modell geflogen bin, aber als der Flieger in der Luft war und mir das Signal von Montagsflieger Ralf übergeben wurde, war alles recht entspannt.

Ralf, Marco, Tim (von links)

Das erste, was mir aufgefallen ist, hier muss man richtig steuern. Die Maule liegt nicht wie die FunCub nach einem kurzen Querruderstoß auf dem Rücken, sondern man muss viel länger Querruder steuern und auch halten, damit sich etwas tut. Ein weiterer riesiger Unterschied ist die Wirkung des Seitenruders. Bei meinen kleineren Fliegern hat es kaum Wirkung, bei der Maule tut sich richtig was. Ich habe gelernt, dass sich Kurven viel besser mit Seitenruder fliegen lassen als mit Quer. Im Großen und Ganzen fliegen sich große Flugzeuge entspannter als kleine, da diese nicht so hibbelig sind. Die erste Landung habe ich dann noch Montagsflieger Ralf machen lassen.

Jugendförderung Maule M-7 GB-Models

Papa Marco erzählt, was er dabei erlebte und empfand:

Oh, Maule fliegen!??? – das meinen die zwei ja wohl nicht im Ernst, wenn da was schief geht, . . . das Wetter ist perfekt für ein erstes Kennenlernen mit einem so großen Modell . . . fliegen kann er eigentlich . . .

schade, Inge ist nicht dabei, sie wäre stolz . . .

Weiter bin ich in Gedanken nicht gekommen, da drehte schon der Motor hoch, Tim hatte den Sender um, die Maule rollte und dann war sie auch schon in der Luft. Mein erstaunter Blick war wohl nicht zu übersehen und wurde prompt kommentiert: „Ui, Tim, ich glaub‘ dat hätten mir deinem Papa besser nit erzählt.“ Nach einigen Platzrunden begleitet von aufmunternden Kommentaren, “ . . . ach wat soll denn da passieren . . . “ und glücklicher Landung, war ich froh, dass wir ohne Holm und Rippenbruch ausgekommen sind.

Ende gut, alles gut!

Mein Interview mit Montagsflieger Ralf:

„Ralf, aus welchen Gründen hast Du mir das Angebot gemacht, Deine Maule mal zu fliegen?“ Ralf: „Weil Du ein netter Kerl und sehr guter Flieger bist und es mir Spaß macht, Dir die Möglichkeit zu geben ein Großmodell zu steuern.“

„Was hast Du empfunden, als es dann für Dich und mich wirklich losging?“ Ralf: „Ich war total entspannt, da ich ja weiß wie gut Du fliegst.“

„Was hat es bei Dir ausgelöst, als ich Dein Modell flog?“ Ralf: „Ich hatte einfach Spaß daran zu sehen wie gut Du mit dem Modell zurecht kamst und wieviel Freude es Dir bereitete das Model zu steuern.“

„Diese Art von Miteinander geht doch nur, wenn die Beteiligten gegenseitiges Vertrauen haben. Siehst Du Ralf das auch so und wenn ja, hat es sich für Dich gelohnt, einem Jugendlichen zu vertrauen? Ralf: „Es lohnt sich immer einem Jugendlichen die Möglichkeit zu geben unser schönes Hobby in allen möglichen Varianten zu betreiben, auch wenn dieser noch nicht über die verschiedensten Modelle verfügt. Das Lehrer – Schüler fliegen war für mich eigentlich auch der Versuch Dir die Angst vor größeren Modellen zu nehmen und Dir zu zeigen wie leicht sich diese fliegen lassen. 

Zum Thema Vertrauen kann ich bei Dir Tim nur soviel sagen, dass ich Dir  jederzeit meinen Sender in die Hand geben würde, um eines meiner Modelle zu fliegen.“

„Vielen Dank Ralf für das Interview und Dein Vertrauen.“

Macht nichts kaputt und bis bald,

Tim

Qual und Freude der Wahl

Im Vergleich zu den anderen Montagsfliegern, in deren DNA Modellflug fest verankert ist und somit natürlich auch weitestgehend alle Stauräume mit Modellen überflutet sind, ist mein Hangar noch überschaubar. Aber in den 4 Jahren meiner Laufbahn haben sich zur Überraschung meiner Eltern doch schon einige Modelle angesammelt: angefangen vom selbstgebauten Zagi über RR Modelle (Easyglider, Heron, FunCub) bis zu großzügigen Geschenken wie z. B. Lazy Bee, Ju52, Salto, Laser 3D, Zipper und natürlich die Tiger Moth, einiger besonders netter Modellflieger. Da der Laderaum im Auto aber begrenzt ist, muss vor jeder Fahrt zum Flugplatz eine Entscheidung her. Die treffe ich nach momentaner Lust und Laune und manchmal auch nach dem Wetter. FunCub und ein Segler sind immer dabei, dann zusätzlich je nach Laune Shocky, Kampfbrett oder Zagi.

Jedes Modell hat seinen eigenen Reiz z. B.:

Zagi: Mein allererstes Modell. Gebaut als Winterprojekt in netter Runde. Leider war das Modell nichts für Anfänger. Ich habe das Fliegen erst mit dem Easystar lernen müssen. Dann war es endlich soweit. Mit extrem eingeschränkten Ausschlägen erstmal Kreise üben. Mit der Zeit hatte ich dann den Zappelphillip im Griff und die Ausschläge wurden größer und größer. Heute ist es ein toller Spaßflieger zum rumhampeln und Gas geben. Kategorie: wie das Kampfbrett von Thomas Buchwald/FlugModell riesen Spaß für kleines Geld – sollte eigentlich jeder im Hangar haben.

Heron: Ein glücklicher Kauf! Montagsflieger Dieter lag die Jugendförderung so sehr am Herzen, dass er meine Spardose erheblich geschont hat. Der Flieger ist für mich ideal zum Segelflug geeignet und beherrscht sogar Kunstflug. Mit den Klappeneinstellungen habe ich schon viel experimentiert und viele für mich neue Erkenntnisse gewonnen. Kategorie: „mild bis wild“

FunCub: Mühevoll mit Papa aufgebaut, getunt und eine ordentliche Schleppkupplung nach Anleitung von Bernd konstruiert und eingebaut – andere Modellflieger hätten in dieser Zeit sicher eine komplette Luftflotte gebaut. Auch wenn es da oben keinen Vogel interessiert, aber allein zu wissen, dass irgendwo geschummelt wurde, geht gar nicht. Ein neuer Flieger muss für mich auch schön sein. Nach kurzer Startbahn ist sie dann auch schon in der Luft. Egal ob Kunstflug oder entspanntes Kreisen, die FunCub macht alles mit. Der Tuning Motor hat genügend Leistung, um bei halb Gas den Flieger senkrecht in die Luft zu ziehen. Es bleibt also immer noch ein bisschen Reserve für „kritische“ Situationen bzw. Flugmanöver. Kategorie: Alles kann, nichts muss.

Shocky: In der DMFV Jugendfreizeit auf der Wasserkuppe in Eigenregie zusammengebaut. Gedacht war er, um abends hinter der Herberge, auf dem Sportplatz, noch ein paar Kapriolen bis zur Dämmerung fliegen zu können. Es hat riesigen Spaß gemacht, zu versuchen die Modelle während dem Flug, an der Latte des Fußballtores aufzuhängen. Dabei gingen zwar ein paar Propeller kaputt, aber es war sehr lustig und wir hatten eine Menge Spaß. Durch das langsame Flugverhalten und die enorme Wendigkeit ist er auch gut zum Fliegen in einer Sporthalle geeignet, so kann man auch gut den Winter überbrücken, bis es endlich wieder raus geht. Kategorie: ideal zum Einstieg in den Kunstflug

Macht nichts kaputt und bis bald,

Tim

Jugend – Voll auf Kurs – Feedback

Zu unserem Beitrag Jugend – Voll auf Kurs vom 29.09.20211), in dem wir über Artikel zum Thema Jugend in der Modellflieger-Ausgabe Oktober/November 2021 informierten, hat uns die DMFV-Pressestelle geschrieben:

„Guten Tag, sehr geehrter Herr […]. 


Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für die Kommentierung der aktuellen Modellflieger-Ausgabe bedanken. Auch für uns als DMFV-Pressestelle ist es sehr wichtig, das Thema Jugend- und Nachwuchsförderung immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Schließlich sind es die jungen Modellflugbegeisterten, die die Zukunft des Hobbys sichern. 

[…] Alles Gute für Sie und einen schönen Nachmittag. 

Herzliche Grüße Jan Schnare Redaktion
Wellhausen & Marquardt Mediengesellschaft bR „2)

Wir haben uns gefreut und bedanken uns für das Schreiben.

Anmerkungen